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TAGUNGSSUJET & KÜNSTLER

"Der Knoten" von Herbert Meusburger (* 1953, † 2023)

Herbert Meusburger, geboren 1953 in Bizau, Vorarlberg, war ein österreichischer Bildhauer, der mit seinen großformatigen Arbeiten im öffentlichen Raum große Bekanntheit erlangte. Er widmete sich vor allem der Steinhauerei und dem Bronzeguss. Seine Werke finden sich in ganz Österreich und weltweit, unter anderem in Nepal. Meusburgers Skulpturen zeichnen sich durch den spannungsvollen Dialog von Verbinden und Trennen aus.

Die Bronzeskulptur „Der Knoten“ (H 350 cm, Ø 80 cm) in Bregenz ist Ausdruck eines künstlerischen wie auch gesellschaftspolitischen Statements. Betrachtet man die Ereignisse weltweit, so scheint sich der Schicksalsknoten der Menschheit immer enger zusammenzuziehen. Diesen „Knoten“ der sukzessiven Selbstzerstörung zu lösen, sah der Bildhauer als eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Diese Symbolik spiegelt sich auch im Tagungsmotto „Verknüpfen. Vernetzen. Knoten lösen – Der Mensch im Mittelpunkt“ wider: Wie in Meusburgers Werk geht es auch in der Onkologie und Hämatologie darum, Verbindungen zu schaffen – zwischen Disziplinen, Erkenntnissen und Menschen – und dort Lösungen zu finden, wo sich Komplexität verdichtet. Die Skulptur erinnert uns daran, dass jede gelöste Verknüpfung neue Wege öffnet – im Denken, Forschen und im gemeinsamen Handeln für den Menschen.